John Cleese und 5 Faktoren für Kreativität

Kreativ werden Autoren-Tipp

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John Cleese hat 1991 einen der besten Vorträge über Kreativität gehalten. Er gibt einen Einblick in seinen Schreib-Alltag als Monty-Python-Autor und hat sehr konkrete Tipps, wie man Kreativität erzeugt.

In diesem Vortrag stecken so viele nützliche Ideen, dass es sich für Autoren, die Englisch gut verstehen, definitiv lohnt, ihn sich immer wieder mal anzuschauen.

Natürlich fassen wir unten wieder unsere persönlich wichtigsten Erkenntnisse auf Deutsch zusammen.

 

 John Cleese über Kreativität

Auf Deutsch zusammengefasst:

  • Kreativität ist kein Talent. Es ist ein Modus Operandi (= eine Art des Handelns)
  • Menschen sind entweder in einem offenen (spielerischen) oder einem geschlossenen (Arbeit-)Modus. Kreativität ist im geschlossenen Modus nicht möglich.
  • Über Probleme denkt man am besten im offenen Modus nach. Aber sobald man eine Lösung hat, muss man in den geschlossenen Modus wechseln.
  • Um effizient zu sein, muss man hin und herschalten zwischen diesen Modi. Doch leider bleiben wir zu oft im geschlossenen Modus stecken.
  • Man braucht 5 Dinge für Kreativität:

1. Platz – Einen bequemen Ort, an dem man ungestört ist.
2. Zeit – Eine bestimmte Zeit von etwa 1,5 Stunden, die für den offenen Modus reserviert ist, mit einem festen Anfang und einem festen Ende.

Damit schaffst du für dich eine „Raum-Zeit-Oase der Stille“, um in den offenen Modus zu kommen. Meist fangen anfangs die Gedanken an zu rasen, was man noch alles tun müsste. Nimm diese Gedanken nicht ernst – sitze einfach still da, bis sie verstummen.

3. Zeit – Gib deinen Gedanken so viel Zeit wie möglich, um die kreativste Lösung zu finden. Auch wenn es leichter und angenehmer ist, früher eine Entscheidung zu treffen.
4. Selbstvertrauen – Es gibt keine Fehler oder falsche Ideen. Sei spontan und spiele!
5. Humor – Egal, wie ernst das Thema ist: Humor ist ein zentraler Bestandteil von Spontaneität, Spiel und Kreativität.

  • Es ist leichter, triviale Dinge zu tun, die dringend sind, als wichtige Dinge, die nicht dringend sind (wie Nachdenken). Und es ist leichter, kleine Dinge zu tun, von denen wir wissen, dass wir sie können, als große Dinge anzufangen, bei denen wir uns nicht so sicher sind.
  • Lass deine Gedanken ruhig abdriften, aber führe sie immer zurück zum Thema.

Telling people how to be creative is easy.
It’s only being it that’s difficult.