6 Tricks, um nicht mit dem Schreiben aufzuhören

Motivation zum Schreiben finden

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Wenn das erste Feuer für eine Romanidee erlischt, dann wird es schwierig sich zu motivieren, das Manuskript fertig zu schreiben. Selbstzweifel setzen ein, der innere Kritiker wird immer lauter. Der Gedanke, lieber eine neue Idee auszuprobieren oder es mit dem Schreiben vielleicht sogar ganz sein zu lassen, wird attraktiver. Obwohl du weißt, dass du in absehbarer Zeit sowieso das Manuskript wieder hervorholen wirst, weil es eben doch eine tolle Idee war und du die Finger nicht davon lassen kannst.

Das Ziel ist klar:

Du willst die Geschichte zu Ende schreiben!!!

Den fertigen Roman in den Händen zu halten und stolz darauf zu sein – das will doch jeder Autor. Die meisten kennen aber auch das Gefühl, nicht weiter zu wissen, keine Zeit zu haben, keine Lust zu haben, nicht wieder reinzufinden. Manchmal hilft es tatsächlich, das Manuskript eine Weile ruhen zu lassen, um dann mit neuer Energie und frischem Blick drauf zu schauen. Aber wenn du das schon zwei-dreimal mit demselben Manuskript gemacht hast, wird klar: Du musst jetzt endlich mal Disziplin an den Tag legen und das Ding zu Ende schreiben.

Hier sind ein paar Tipps, wie du deine Motivation aufrecht erhältst, wenn es hart wird:

  1. Mache aus dem Müssen ein Wollen. Ob du es aussprichst oder auch nur denkst: Benutze das Wort wollen statt müssen. (Zwinge dich dazu, wenn es nötig ist.) Denn du willst doch deine Geschichte schreiben. Es ist deine Entscheidung! Du willst heute noch eine Stunde lang schreiben. Du willst an deinem Manuskript arbeiten statt dich zum Feierabendbier zu verabreden. Wenn du diese Perspektive änderst, gehst du gleich mit einem viel positiveren Gefühl an das Projekt heran.
  2. Schreibe auf, warum du dich entschieden hast, ein Schriftsteller zu sein. Warum hast du mit dem Schreiben angefangen? Was gefällt dir daran? Welche positiven Momente hast du schon als Schriftsteller erlebt? Hast du Vorbilder? In harten Zeiten vergessen wir solche Dinge schnell. Wenn du dir alles, was dich motiviert, aufschreibst, kannst du es dir leicht wieder in Erinnerung rufen und einen schnellen Motivationsschub auslösen.
  3. Schreibe auf, wie dir die Idee zu deinem aktuellen Manuskript gekommen ist. Du erinnerst dich, wie dir siedend heiß diese Idee zu dem Plot gekommen ist? Wie das Adrenalin durch deine Adern pumpte und es in deinen Händen gekribbelt hat? Wie du losgelegt hast und Worte nur so aus dir heraussprudelten? Versuche, diesen Moment in Worten (oder gern auch in Bildern) festzuhalten. Auch das kannst du später zur Motivationshilfe nehmen, wenn das leidenschaftliche Feuer in dir langsam nachlässt.
  4. Erledige erst das Schreiben, dann den Haushalt. Du hast wahrscheinlich mehrere Punkte auf deiner Tages-To-Do-Liste stehen. Sortiere diese Punkte nach Prioritäten und erledige sie – wenn möglich – in dieser Reihenfolge. Das Schreiben sollte dabei weit oben stehen, sofern nichts Lebensnotwendiges ansteht. Mache eventuellen Mitbewohnern klar, wie wichtig das jetzt gerade für dich ist und bitte sie um Nachsicht.
  5. Notiere dir, wie du bei der nächsten Schreibsession weitermachen willst. Bevor du den Stift zur Seite legst oder den Laptop zuklappst, mache dir Notizen, wie es weitergehen soll. Denn gerade steckst du noch ganz tief drin in deiner Story. Mit diesen Notizen fällt es dir beim nächsten Mal leichter, dort wieder einzusteigen.
  6. Setze dir kleine, konkrete Ziele. Einen Roman in 3 Monaten fertig zu schreiben, ist schon ein großer Brocken. Setze dir kleinere Etappenziele, z. B. 2 Kapitel bis zum Ende der Woche. Das ist überschaubarer und machbar. Je genauer du bei deiner Zielsetzung bist, desto besser: „Ich will die Szene im Shopping-Center und das erste Aufeinandertreffen des Protagonisten und seiner Nemesis bis Sonntagabend schreiben.“ Darauf kannst du dich leichter einstellen als auf „8 Stunden“ oder „10.000 Wörter“.

Du willst es! Also tue es – es lohnt sich für dich!